Schon letzte Woche berichtete der US-Fernsehsender CBS, wie dessen Reporterteam von BP-Mitarbeitern und der Küstenwache bei Dreharbeiten dazu aufgefordert wurde, einen mit Öl verschmutzten Strand zu verlassen.

Obwohl sich die Küstenwache für diesen “Zwischenfall” bereits entschuldigte, werden Journalisten auch über eine Woche später massiv bei ihrer Berichterstattung eingeschränkt. So sind sogar Flüge über Gebiete, die selbst mehrere Kilometer weit vom eigentlichen Unglücksort entfernt sind, nur für Hilfskräfte gestattet. Flüge für Presse-Zwecke sind nur über 3000 Fuß, also rund 900 Metern erlaubt, d.h. in einer Höhe, aus der detaillierte Bilder kaum geschossen werden können. Die Beschränkungen gehen von der amerikanischen Bundesluftfahrtbehörde FAA aus. Spezielle Flüge für die Medien werden nur samstags in Hubschraubern der Küstenwache angeboten.

Klar, der Luftraum muss in gewisser Weise für die Helfer freigehalten werden, jedoch erscheint mir die komplette Abriegelung des Luftraumes übertrieben. Meiner Meinung nach läuft da was schief seitens der US-Regierung, denn es sind FAA und Küstenwache, die den Medien den Zugang verwehren. Soll das Image der Ölindustrie gewahrt werden, indem die Menschen die Ausmaße des Unglücks nur aus der Distanz mitverfolgen können? Soll die Katastrophe über diesen Weg der Zensur verharmlost werden? Ich kann beim besten Willen nicht glauben, dass ein überfüllter Luftraum der einzige Grund sein soll.

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